Samstag, 30. Oktober 2010

Herbstzeit - meine Zeit!

Schon immer so gewesen - wird auch immer so bleiben. Farben, Stimmung - alles.
Warm eingemummelt lange Spaziergänge machen, die Schnelligkeit und Anmut unserer beiden Whippies dabei genießen und sich auf dem Heimweg auf ein gemütliches und warmes Zuhause freuen. Was leckeres essen und was leckeres trinken, die Seele mal baumeln lassen. Viel mehr braucht es nicht.
Wir werden dieses verlängerte WE auf jeden Fall genießen. Es ist ganz uns und unseren beiden Jungs gewidmet. Kommt eh viel zu selten vor.







Dienstag, 19. Oktober 2010

Kleines, aber feines Fotoshooting

Es war mal wieder Zeit für ein paar Studioaufnahmen von meinen Mäusen.
Finwe ist das ja immer ein Graus. Der mag das gar nicht und man braucht ganz viel Überredungskünste und noch mehr Leckerchen, um ihn zum Bleiben zu bewegen. So blieben von gefühlten 100 Anläufen nur vier Bilder übrig, weil Finwe es vorzog, das Set plötzlich zu verlassen,  die Papierwand hinter sich anzustarren (und da gab es wirklich nichts zu sehen), oder mir den Allerwertesten zuzudrehen. Aber die Bilder reichen um zu zeigen, was er mir bedeutet und wofür ich ihn so lieb habe.
Spikey ist da sehr viel unkomplizierter. Hauptsache dabei - und es springt was für ihn heraus.
Süß sieht der Kerl ja sowieso immer aus.Und bei ihm hat man dann die Qual der Wahl. Jeder Schuss ein Treffer.















Sonntag, 10. Oktober 2010

Clubrennen in Venlo

Wie auch schon im Vorjahr, war die Teilnehmerzahl der Clubrenner sehr überschaubar. Mangels entsprechender Meldungen wurde die B-Klasse mit der A-Klasse zusammengewürfelt, damit überhaupt ein Whippet-Rüden-Lauf zusammenkam. Da wir Finwe dann auch noch verletzungsbedingt zurückziehen mussten, startete Spikey heute mit drei Rüden in der "gemischten" Klasse. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum das Interesse am eigenen Clubrennen so gering ist - das nur mal so nebenbei.

Spikey´s Vorlauf war ein Traum. Er startete fantastisch aus Box 2 direkt nach innen, erlief sich auf den ersten Metern einen Vorsprung und hielt den bis ins Ziel. Sein Weggefährte Snoopy versemmelte den Start, rutschte dann in der ersten Kurve auf dem noch sehr nassen Rasen weg und konnte den so entstandenen Abstand zum Feld leider nicht mehr wettmachen. Vierter Platz, der seinem Leistungsvermögen überhaupt nicht gerecht wurde.

























Im Finale wurden die Karten dann neu gemischt - und die Boxen. Spikey startete aus Box 5.
Bis zur ersten Kurve war noch gar nichts entschieden. Spikey kam wieder sehr gut aus der Box reihte sich dann in der ersten Kurve als dritter ein und da Snoopy und Quintus die Innenbahn dicht machten, ergab sich für unseren Youngster einfach keine Lücke mehr. Den Weg über außen will er einfach nicht gehen, dann stellt er sich lieber hinten an. Snoopy und Quintus lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen und Snoopy konnte das Rennen letztlich für sich entscheiden.
Toll gemacht! Wir sind, aus besonderem Anlass, sehr Stolz auf dich!
Und auch unsere kleine Racing-Kuh hat wieder alles gegeben. Auch auf dich sind wir sehr Stolz. Deine erste Rennsaison hast du sehr tapfer gemeistert und ehrlich gesagt, sind wir immer noch sehr überrascht über die Leistungen, die du dieses Jahr auf der Bahn gebracht hast, weil du ja gar keine "waschechte" Rennsemmel bist.
































Viel gäbe es noch von diesem Tag zu berichten, denn, wenn ich ehrlich bin, habe ich sowas, wie heute in Venlo passiert ist, noch nie erlebt. Die Details erspare ich mir und euch, möchte aber die Gelegenheit nutzen, ein paar allgemeine Worte darüber zu verlieren, was mich in letzter Zeit auf den Rennbahnen immer mehr beschäftigt.
Dafür ist es vielleicht wichtig, kurz darzulegen, welches Verhältnis wir zu unseren Hunden und zur Rennbahn haben. Unsere Hunde sind in erster Linie unsere ständigen Begleiter im Alltag, die wir über alles lieben, deren Wohlergehen seelisch wie körperlich uns am Herzen liegt. Sie bezaubern uns durch ihren Charme, ihren Einfallsreichtum, ihre Feinfühligkeit, Leichtigkeit, Frohmut, ihre Verschmustheit, ihre Liebenswürdigkeit. Was sie uns in 90% des Alltags geben, ist Grund für die tiefe Verbundenheit zu diesen Zauberwesen. Diese Verbundenheit "trägt" alles, insbesondere wenn sie sich auf der Rennbahn nicht zum Champion entwickeln, keine Bahnrekorde laufen, sich verletzen, krank werden, mal einen schlechten Tag haben. Auf der Rennbahn sind wir mit ihnen nur deshalb, weil wir dies für eine adäquate Beschäftigung halten und uns auf den Bildern unserer Hunde pures Glück und Leidenschaft entgegenstrahlt (und nein, darüber diskutiere ich nicht mehr, davon bin ich überzeugt). Und weil man gelegentlich sehr nette Menschen trifft, die aber leider immer weniger werden.
Stattdessen nehme ich vermehrt puren Neid wahr, da gönnt der eine dem anderen den Sieg nicht. Da werden Hunde im besten Fall unwirsch von der Bahn gezogen, weil sie nicht Sieger werden, im schlechtesten Fall gibt´s auch mal ne Watsche. Da begegnet man Menschen, die sich nur über die Leistung ihrer Hunde definieren und solchen die sich über einen Platz jenseits der Nummer 1 nicht mehr freuen können.
Da brennt Menschen komplett die Sicherung durch, weil sie mit dem Urteil der Bahnbeobachter nicht einverstanden sind.
Es greift eine Verbissenheit um sich, die mir jede Freude an diesem Sport verdirbt. Da diskutiert man doch wirklich ernsthaft darüber, warum der Hund in einer Woche zwei Hundertstel langsamer glaufen ist, als in der Woche davor? Hallo? Selber auch schon mal einen "schlechten" Tag gehabt? Nein, der Windhund ist kein Sportgerät und keine Maschine, sondern in erster Linie Teil unseres ganzen Lebens und nicht nur Teil der Tage auf der Rennbahn (oder wo auch immer man sich in den Wettbewerb begibt). Und er ist auch nicht dazu da, irgendwelche Defizite unseres eigenen Lebens zu kompensieren. Wenn wir ihn nur auf die abrufbaren Leistungen zu Sportveranstaltungen reduzieren, werden wir diesen umwerfenden Seelen kein bisschen gerecht.

Finwe & Spikey bleiben trotz ihrer durchschnittlichen Rennleistungen und erfolglosen Rennkarriere (immer noch keinen Titel nach Hause geholt, immer noch nicht in die A-Klasse aufgestiegen, neeeneeee, das geht ja mal gar nicht) die Sieger unserer Herzen.
Jeden noch so kleinen Erfolg, jeden noch so kleinen Entwicklungsschritt (nicht nur auf die Rennbahn bezogen) nehmen wir dankbar an, weil wir wissen, dass nichts selbstverständlich ist im Leben.
Und für uns bleibt die Rennbahn eine Freizeitbeschäftigung, die Spaß machen soll. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Wenn wir diese Freude dank der verbissenen Ehrgeizlinge igendwann nicht mehr finden sollten, werden wir uns aus dieser Szene garantiert verabschieden.