Samstag, 24. Mai 2014

Kreativschub

Unmengen von Stoffresten und nicht viel weniger Schnittmuster, die ich noch nie genäht habe, so wie ein kaputtes Knie, das noch nicht so will wie ich gern wollte, haben mich mal wieder an die Nähmaschine zurück gebracht. Da wir ja bald in den Urlaub fahren, findet die ein oder andere Tasche auch noch einen sinnvollen Einsatz.

Diesen Stoff hatte ich vor langer Zeit  mal selbst "designed" und drucken lassen. Da lag er dann...und hat jetzt seine Bestimmung gefunden. Genäht habe ich nach dem Schnittmuster von farbenmix.de. Deren Anleitungen sind auch für einen Nählegasteniker wie mich sehr gut verständlich und umsetzbar. Der Schnitt ist auch für Nähanfänger geeignet, wenngleich die Tasche sehr arbeitsaufwendig ist. Aber man kann sehr gut auch nur ein Teil an einem Abend fertigstellen und setzt sie dann irgendwann zusammen. Für den Henkel habe ich dieses Mal einen Aquariumschlauch verwendet. Hatte ich mal irgendwo gelesen. Ist eine super Alternative zu Gurtband etc.




Variante in kariert:


Alternativform, die mir fast noch besser gefällt ist das "little holiday bag" von Claudia Holtgrefe. Auch gut erklärt, aber noch zeitintensiver.



Bei der zweiten Variante habe ich einen Markisenstoff für den Hauptteil verwendet. Geht auch sehr gut.

Diese Krimskramstasche hier, muss man eindeutig aus einem festeren Material herstellen. Aber die Faltenlegung an der Seite fand ich ganz hübsch. Als Henkel habe ich hier einfach einen alten Gürtel verwendet. Das gleiche mal aus einem Jeansstoff oder festeren Dekostoff kommt bestimmt ganz hübsch daher.



Wenn man die Falten erst mal gelegt hat, ist die Tasche auch ruck-zuck fertig genäht.

Für die kleineren Stoffreste wurden es dann Kosmetiktaschen:



Variante II gefällt mir mit der Raffung sehr gut. Kommt auf einem Unistoff am besten zum Ausdruck und ist leichter genäht als es aussieht (wenn ich das sage, ist das auch so *lach*).

Mein Dauer-Nebenbei-Projekt ist eine sogenannte candy wrapper Tasche. Wenn man der Übersetzung folgt, entstand die wahrscheinlich mal aus Süßigkeitenpapier. Das wäre mir nun doch zu bunt. Ich habe mich daher für die gelesene "dogs" entschieden. Fand den Gedanken des sinnvollen Recycling sehr reizvoll. Wusste allerdings nicht so genau, worauf ich mich da eingelassen habe. Nun gibt es aber kein zurück mehr, sonst wäre ja alles umsonst gewesen. Für diese Tasche faltet man Papier und flechtet dann die gefalteten Schnipsel ineinander zu einer Reihe.  Die Reihe wird dann zu einem Ring geschlossen und die Ringe dann miteinander verbunden. Je nach Größe der Tasche und Größe der Schnipsel ist das doch sehr zeitaufwendig.
Ich brauche für einen Ring VIERZIG gefaltete Papierschnipsel. Und da ich nicht wollte, dass diese Tasche sich beim ersten Kontakt mit Feuchtigkeit in Wohlgefallen auflöst, habe ich dann auch noch jeden Schnipsel mit Folie überzogen (das zum Thema Recycling - Asche auf mein Haupt).Mittlerweile habe ich vier Reihen fertig. Also 160 mal Papier geschnitten, 160 mal Folie geschnitten, Papier beklebt, gefaltet und verbunden. Man muss schon ziemlich bekloppt sein für so ein Projekt. Ich denke, dass ich locker 60-80 Stunden in dieser Tasche versenke, aber für mich ist das auch immer ein bisschen Therapie. Außerdem hetzt mich ja nichts. 
Daher gibt es hier nur einen Blick auf das angefangene Projekt:


Werde über den Fortschritt berichten und bis zur Fertigstellung hoffentlich auch eine Idee für einen Taschenhenkel haben.